TWINO Test & Erfahrungen

TWINO ist eine P2P-Plattform. Sie wurde 2009 in Lettland gegründet und hat ihren Sitz in der Hauptstadt Riga. Investoren können mithilfe der Plattform ihr Geld in Kredite für Privatpersonen investieren. TWINO wollte mit seiner Unternehmensgründung in erster Linie den Niedrigzinsen am Markt entgegentreten. Das gelang! TWINO profitiert davon, dass immer mehr Investoren auf der Suche nach Investitionen mit hoher Rendite sind. TWINO schaffte es die Investoren von den klassischen Bank- und Börseninvestitionen wegzulocken. Das P2P-Portal gehört zu den ältesten und somit zu den erfahrensten P2P-Portalen am Markt.

Daten & Fakten zu TWINO

LogoTWINO Logo
UnternehmenSIA TWINO
AdresseMūkusalas iela 41, Riga, LV-1004, Lettland
Telefon:+371 67799997
eMail:[email protected]

Investitionen und Geschäftsgebiete

Der Hauptsitz von TWINO befindet sich in der lettischen Hauptstadt Riga. Von hier agiert das Unternehmen in der Hauptsache. Daneben unterhält es aber noch Standorte in anderen europäischen Ländern. Darunter unter anderem in Polen und Russland. Diese Niederlassungen agieren aber untergeordnet. Nach eigenen Angaben hat das P2P-Portal seit seiner Gründung eine Kreditsumme von weit über 500 Millionen Euro vergeben. Der große Unterschied zu vielen anderen P2P-Plattformen liegt in der eigenen Handlung des Unternehmens. TWINO selber ist der Kreditgeber und agiert somit nicht als Vermittler.

Das sollten Anleger über Twino wissen

Das sind die Vorteile von TWINO

TWINO kann auf eine lange Erfahrung zurückgreifen und bietet so für den Investor viele Vergleiche. Die Webseite ist übersichtlich und in deutscher Sprache gestaltet. Auch die Kontaktaufnahme kann in deutscher Sprache erfolgen. Zudem kann jeder Investor in Sekunden ein Konto eröffnen. Lästige Identitätsnachweise entfallen. Nach der Anmeldung kann jeder Anleger seine Investition über ein Autoinvest spezialisieren. So findet jeder seine passende Geldanlage. Die Investitionssumme beginnt schon bei 10 Euro. Das macht TWINO auch für Kleinanleger interessant. Alle Kredite haben eine Rückkaufgarantie.

Das sind die Nachteile von TWINO

Wie bei allen P2P-Krediten gilt auch bei TWINO ein Risiko. Doch das ist auch nicht höher oder niedriger gegenüber anderen P2P-Portalen. Ein wirklicher Nachteil ist, dass der Sekundärmarkt fehlt. Dadurch wird die Streuung der Kredite verwehrt. Das kann gerade bei hohen Kreditsummen ein Risiko darstellen. Ein weiterer Nachteil liegt auch bei der Investition in Nicht-Autoinvest-Kredite. Wer manuell investieren will, hat Nachteile. Hier steht nur eine geringe Auswahl an Krediten zur Verfügung.

So funktioniert TWINO

TWINO ist für Investoren leicht zu bedienen und die Informationen zur Investition sind gut ersichtlich. Die Funktion von TWINO gleicht vielen anderen P2P-Portalen. Als eine Art Fintech-Unternehmen vergibt die P2P-Plattform Kredite an Privatpersonen. Dabei handelt es sich um sogenannte unbesicherte Verbraucherkredite. TWINO agiert dabei wie eine Bank oder ein Finanz- und Kreditunternehmen. Es wählt den Kreditnehmer aus. Vor der Auswahl muss dieser eine Bonitätsprüfung durchlaufen. Die gesamte Kreditvergabe wird ausschließlich über das Internet getätigt. Die Kredite weder nach der Prüfung online auf der Plattform aufgelistet. Der Investor hat so einen guten Überblick und kann nun aus den einzelnen Krediten auswählen. Danach wählt er einen passenden Kredit für seine Investition aus. Kommt der Kredit dann zustande, zahlt der Kreditnehmer die Tilgung und die Zinsen an TWINO. Das P2P-Portal leitet sie dann an den Investor weiter.

Kredite und Kreditvergabe

Kreditvergabe und Bonitätsprüfung

Das P2P-Portal verspricht eine genaue Prüfung des Kreditnehmers. Doch niemand kann genau sagen, wie diese Prüfung im Einzelnen aussieht. Schon aufgrund des Firmensitzes kann man davon ausgehen, dass sich das Unternehmen eher an die landeseigenen Prüfempfehlungen halten wird. Diese entsprechen in Lettland aber nicht dem deutschen Prüfungsniveau. Aus Erfahrung weiß man auch, dass die Bonitätsprüfungen bei weitem nicht mit einer Bonitätsprüfung durch Banken vergleichbar sind. Sie orientieren sich lediglich daran. Der Investor kann sich hier nur auf die Erfahrungen des Unternehmens verlassen.

Länder der Kreditvergabe

Das Unternehmen vergibt seine Kredite auch in Russland, in Polen, in Georgien, in Dänemark und in Spanien. In einigen dieser Länder unterhält es auch eigene Standorte. Entsprechend wird der Kredit in diesem Land vergeben. Das bedeutet, dass auch die Bestimmungen des Landes für die Rückzahlung der Kredite verantwortlich sind. Kommt es nun zu einem Kreditausfall, dann kann der Investor meist nur im Land der Vergabe gegen den Kreditnehmer vorgehen. Gerät das Unternehmen selber in Schwierigkeiten, dann ist entweder Lettland oder eventuell der Unternehmensstandort der eigentlichen Kreditvergabe zuständig. Schon daraus ist ersichtlich, dass es im Ernstfall für den Investor schwer werden könnte sein Geld zurückzufordern.

Währung der Kredite

Die Kredite werden in Ländern mit unterschiedlicher Währung vergeben. Das stellt aber für den Investor keinerlei Risiko dar. Die eigentliche Investition, die Kreditvergabe und auch die Rückzahlung der Kredite erfolgt immer in Euro. Es entsteht auch kein sogenanntes Währungsrisiko. Wird der Kredit zum Beispiel in Russland vergeben, dann bleit der Rubel völlig unbeachtet. Selbst, wenn der Rubel ins Bodenlose stürzt, bleibt der Kredit sicher.

Diese Kredite werden vergeben

TWINO vergibt ausschließlich private Kredite. Es handelt sich dabei immer um sogenannte unbesicherte Konsumkredite. Private Firmenkredite werden von TWINO nicht vergeben. Damit erfüllt das Unternehmen die eigentliche und basierende Grundlage von P2P-Unternehmen. Doch gerade diese Form ist immer ein Risiko für Investoren. Bei reinen Konsumkrediten ist die Sicherheit sehr gering. Bei Hypotheken- oder Immobilienkrediten kann der Investor immer noch auf die Immobilie zurückgreifen. Bei Firmenkrediten kann er auf Teile der Firma zurückgreifen. Das entfällt bei Privatkrediten.

Die Rendite

Die durchschnittliche Rendite bei TWINO liegt bei 11 % pro Jahr. Allerdings gibt es davon erhebliche Abweichungen. Entscheidend sind hier in erster Linie die Laufzeit der Kredite und auch die Bonität des Kreditnehmers. Der Investor kann sich zum Beispiel für einen Schuldner mit weniger guten Bonitätsempfehlungen entscheiden. Damit steigt zwar sein Risiko aber auch seine Rendite. Am Ende spielt bei TWINO auch das allgemeine Zinsniveau eine Rolle. Bei unbesicherten Konsumkrediten wird generell ein hoher Zinsaufschlag verlangt. Davon profitiert wieder der Investor. Generell liegt der Zinssatz für Kredite im Baltikum und in Osteuropa wesentlich höher als in Deutschland. Die Kredite beginnen immer bei einem Zinssatz von mindestens 15 %. Auch das bringt Vorteile für den Investor und verspricht automatisch eine höhere Rendite.

Garantien und Risiken

Das Risiko der fehlenden Bonität

TWINO garantiert, dass der Kreditnehmer ausreichend geprüft wird. Doch niemand weiß letztendlich nach welchen Kriterien diese Prüfungen stattfinden. Bedenkt man, dass der Kreditnehmer generell die größte Schwachstelle bei P2P-Krediten ist, dann sollte man mit Investitionen vorsichtig sein. Im schlimmsten Fall droht nämlich ein Totalverlust der Investition. Das kann auch der Fall sein, wenn der Investor gesetzlich gegen die fehlende Rückzahlung vorgehen kann. Nicht selten sind private Kreditnehmer bereits finanziell angeschlagen. Einige bestehen die Kreditvergabeprüfungen von Banken und Kreditinstituten nicht mehr. Dann ist bei ihnen auch im Ernstfall nichts zu holen. Der Investor minimiert sein Risiko, wenn er sich für Kreditgeber mit einer höheren Bonitätsprüfung entscheidet. Allerdings ist dann auch die Rendite geringer.

Die Rückkaufgarantien

Viele Investoren lassen sich von der Rückkaufgarantie locken. Diese wird auch bei TWINO bei allen Krediten eingeräumt. Bezeichnet wird sie als TWINO BUY BACK Garantie. Alternativ kann sich der Investor auch noch für eine PAYMENT Garantie entscheiden. Diese bezeichnet einfach eine Zahlungsgarantie. Mit diesen Optionen soll sichergestellt werden, dass der Investor sein Geld bei einem Kreditausfall trotzdem erhält. Auch die Rendite soll damit sichergestellt werden. Doch die Garantien erfolgen erst ab einer bestimmten Ausfallzeit der Kredite. Zunächst muss also der Investor abwarten. Die Wartezeit liegt in der Regel bei 30 Tagen. Erst dann tritt der Garantievertrag in Kraft. Bei Rückkaufgarantien bekommt der Investor dann die Investition in voller Höhe erstattet. Die Rendite wird aber nicht in voller Höhe gezahlt. Sie endet mit dem Datum der Übernahme der Rückzahlungsgarantie.

Die reine Zahlungsgarantie wird bei TWINO als PG bezeichnet. Damit wird sichergestellt, dass der Investor seine Zahlungen pünktlich erhält. Das gilt für die gesamte Laufzeit des Kredites. Platzt der Kredit, dann bekommt der Kunde nicht seine gesamte Investition auf einmal ausgezahlt. Er bekommt nur die regelmäßigen Zahlungen und muss in jedem Fall bis zum Ablauf der Kreditzeit warten. Bei TWINO ist der Investor durch die Garantien bestens abgesichert. Er minimiert sein Risiko ganz erheblich gegenüber anderen Portalen.

Nur eine Pleite der Plattform als hohes Risiko

Obwohl bei TWINO die Risiken für den Investor vergleichbar gering sind, bleibt immer noch ein Risiko durch die Plattform selber. Diese könnte in eine finanzielle Notsituation kommen und im schlimmsten Fall Pleite gehen. Für viele Investoren klingt das unrealistisch und sie denken gar nicht weiter darüber nach. Doch so abwegig ist der Gedanke einer Pleite gar nicht. An dieser Stelle muss man sich bewusst machen, dass das P2P-Portal keine Bank ist. Es ist lediglich ein Kreditvermittler und somit nichts anderes als ein privates Unternehmen. Das bedeutet somit, dass TWINO auch über keinerlei Einlagesicherheiten verfügt. Das ist für das Unternehmen zunächst kein Risiko. Fallen ein oder zwei Kredite mit hohen Kreditsummen aus, dann kann das Unternehmen diesen Verlust gut wegstecken. Das sieht aber ganz anders aus, wenn dieser Ausfall zu einem Dauerzustand wird oder gleichzeitig mehrere Kredite mit hohen Kreditsummen ausfallen. Dann hat das Unternehmen irgendwann keine Sicherheiten mehr und gerät in eine finanzielle Schieflage. Bleiben dann auch noch Investitionen aus oder müssen Kosten für die Eintreibung finanziert werden, dann droht schnell die Insolvenz. In diesem Fall kann der Investor sein Geld abschreiben. Nur selten greift dann noch irgendeine Garantie.

Fazit und Bewertung

TWINO gehört zu den verlässlichen P2P-Portalen am Markt. Das Unternehmen kann bereits auf eine jahrelange Erfolgsgeschichte zurückblicken. Zudem bietet TWINO Garantieren für Investoren an. Die Investoren sind somit auf den Ernstfall vorbereitet und erhalten die Investitionssumme bei Kreditausfall zurück. Auch ein Währungsrisiko ist ausgeschlossen, obwohl TWINO auch in Ländern agiert, die nicht zur Eurozone gehören. Die Kreditwährung ist immer der Euro. Trotz all dieser Garantien liegt die Rendite bei TWINO trotzdem durchschnittlich hoch. Ein wirklicher Ausfall der Investition droht also nur, wenn das Unternehmen selber Pleite geht. Das kann nie ausgeschlossen werden. Zumal bei TWINO oft nur lasche Bonitätsprüfungen durchgeführt werden. Generell kann der Kunde schnell und einfach investieren und umgeht lästige Prüfungsverfahren. Auch ist Webseite übersichtlich und in deutscher Sprache erfasst.

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