VPN Anbieter im Vergleich

Mit einem virtuellen privaten Netzwerk können Nutzer dafür sorgen, dass verschlüsselte Informationen bei der Datenübertragung nicht von Dritten eingesehen werden. Da es inzwischen sehr viele Anbieter auf dem VPN-Markt gibt, ist es nicht einfach, den Überblick zu behalten. Im folgenden Artikel werden die wichtigsten Kriterien hinsichtlich der verschiedenen VPN-Anbieter behandelt.

Top VPN Anbieter 2019

AnbieterBewertungPreisLink
NordVPN
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ab 2,62€ pro MonatZum Anbieter
Cyberghost
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ab 2,45€ pro MonatZum Anbieter
ZenMate
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ab 1,75€ pro MonatZum Anbieter

Was ist ein VPN?

Bei der Abkürzung VPN handelt es sich um den Begriff Virtual Private Network (zu Deutsch: Virtuelles privates Netzwerk). Durch diesen Service kann sich ein Gerät sicher mit einem Server verbinden, indem es eine verschlüsselte Verbindung über ein Netzwerk herstellt. Dabei kommt eine tunnelähnliche Verbindung zum Einsatz, weshalb dieser Service im Englischen auch “Tunneling” genannt wird. Ein VPN ist also eine gute Möglichkeit, die Sicherheitsrisiken bei der Kommunikation im Internet zu minimieren.

Funktionsweise

Ein VPN verschlüsselt eine bestehende Online-Verbindung, um den Schutz vertraulicher Daten zu gewährleisten. Es dient auch dazu, die Daten zwischen Privatleuten und Unternehmen anonym auszutauschen. Es handelt sich hier nicht um ein physisches, sondern um ein virtuelles Netzwerk, das wiederum ein eigenes Netzwerk erstellt, dessen Nutzung ausschließlich mit persönlichen Zugangsdaten möglich ist. Der Zugang kann zum Beispiel mit einem Passwort oder einem Token erfolgen.

Anwendungsgebiete

Viele Unternehmen haben in den vergangenen Jahren sog. Intranets eingerichtet. Dabei handelt es sich um interne und private Netzwerke, die nur von den Mitarbeitern eines Unternehmens genutzt werden können. Zudem können Mitarbeiter, die räumlich voneinander getrennt sind, mittels Desktop-Sharing zusammenarbeiten. Um die notwendige Sicherheit vertraulicher Firmendaten zu gewährleisten, wird hierbei ein Virtual Private Network eingesetzt.

Allerdings sind VPNs nicht nur bei Unternehmen, sondern auch bei Privatpersonen sehr beliebt. Viele Nutzer möchten nicht, dass ihre persönlichen Daten von Dritten eingesehen werden können. Sie wollen das Internet anonym nutzen können, gerade in einer Zeit, in der ein umfassender Datenschutz oft nicht gewährleistet wird.

Vorteile eines VPN

Ein virtuelles privates Netzwerk ermöglicht es dem Nutzer, privat auf Websites zu surfen, ohne einen eigenen Fußabdruck zu hinterlassen. Weder der Administrator der Website noch unbeteiligte Dritte haben daher die Möglichkeit, die richtige IP-Adresse des Nutzers herauszufinden. Diese Personen würden nur die Adresse des VPN-Servers, der mit dem Computer verbunden ist, sehen können. Bei manchen VPN-Anbietern ist es sogar möglich, die IP-Adresse des VPN-Servers monatlich zu ändern.

Wie schon erwähnt, ist auch die erhöhte Sicherheit eines der größten Vorteile von VPN. Aufgrund von modernen Protokollen für Datenverschlüsselung und Authentifizierung werden sensible Daten, wie zum Beispiel Kontodaten, vor neugierigen Dritten verschlüsselt. Zudem haben auch Hacker so gut wie keine Chance, diese vertraulichen Daten abzufangen.

Einige Websites können nur in bestimmten Ländern genutzt werden. Auch für diese Problematik bietet der VPN-Service eine geeignete Lösung. Mit VPN können deutsche Nutzer auf Websites zugreifen, die ansonsten ausschließlich für Schweizer zugänglich ist. Das ist vor allem für Personen wichtig, die privat oder beruflich viel unterwegs sind und auf bestimmte Websites zugreifen müssen, die aufgrund von örtlichen Lizenzvereinbarungen blockiert sind.

Kriterien für einen guten VPN-Anbieter

Bevor man sich für einen bestimmten Anbieter entscheidet, sollte man sich überlegen, für welchen Zweck ein VPN-Service genutzt werden soll. Während manche Anbieter perfekte Lösungen für P2P Sharing bieten, sind andere VPN-Angebote vor allem für Spiele-Websites geeignet. Grundsätzlich sind aber folgende Kriterien für einen Vergleich relevant.

Protokolle

Die Sicherheit eines VPN-Servers ist vor allem durch die Protokolle und die Verschlüsselung von Daten gegeben. Das sicherste Protokoll ist momentan OpenVPN. Ein Anbieter sollte mindestens drei verschiedene Protokolle bieten können. Die Verschlüsselung wandelt persönliche Daten in alphanumerische Zeichen um, damit kriminelle Hacker keine Chance haben, die Daten einzusehen. Dabei muss der Verschlüsselungsgrad, der bei den einzelnen Anbietern unterschiedlich hoch ist, beachtet werden. Am besten ist eine Verschlüsselung mit 256 Bit AES, da sie die höchstmögliche Datensicherheit garantiert.

Server

Die Sicherheit eines Anbieters ist umso höher, je mehr verschiedene Serverstandorte angeboten werden. Daher sollte man einen Anbieter, der nur einen einzigen Server bereitstellt, meiden.

IP-Adressen

Wenn ein Anbieter mehrere Server bereitstellt, wird er höchstwährscheinlich auch die Möglichkeit bieten, aus mehreren IP-Adressen zu wählen. Je mehr verschiedene IP-Adressen angeboten werden, desto niedriger ist die Wahrscheinlichkeit, dass persönliche Daten eingesehen werden können. Bei einigen Anbietern kann man außerdem zwischen statischen und dynamischen IP-Adressen wählen.

Geschwindigkeit

Bei der Auswahl des geeigneten Anbieters muss auf jeden Fall auch die Geschwindigkeit beachtet werden. Eine sehr sichere, verschlüsselte Verbindung nutzt relativ wenig, wenn die Datenübertragung nur sehr langsam vonstatten geht.

Kundenservice

Da es immer wieder mal zu technischen Problemen kommen kann, ist ein guter Kundenservice ein weiteres Kriterium bei der Anbieterwahl. Der Support sollte sowohl telefonsich als auch per Mail und im Idelafall auch über einen Live-Chat erreichbar sein. Optimal wäre auch ein umfangreicher FAQ-Bereich sowie kurze Tutorials.

Mobile Apps

Ein guter VPN-Service sollte in der heutigen Zeit auch mit Smartphones und Tablets kompatibel sein. Glücklicherweise sind die meisten Anbieter mit mobilen Endgeräten kompatibel. Somit kann der Datenschutz auch an öffentlichen Hotspots gewährleistet werden.

Leistung/Kapazität

Wer eine Website mit hohem Traffic besitzt oder einen privaten Anschluss mit hohem Verbrauch hat, benötigt auch eine hohe Kapazität. Es ist daher empfehlenswert, die Nutzungsbedingungen des jeweiligen Anbieters aufmerksam durchzulesen. Hierdurch kann man herausfinden, welche Datenmenge vom Provider erlaubt ist und ab wann eine Drosselung der Leistung erfolgt.

Kosten

Schließlich ist auch der Preis des VPN-Service für viele Menschen ausschlaggebend. Kostenlose Provider sollten aber möglichst vermieden werden. Da auch diese Anbieter Geld verdienen müssen, ist es wahrscheinlich, dass sie Kundendaten an Dritte verkaufen. Grundsätzlich hängt der Preis auch davon ab, wie hoch die Nutzung ist und viele Personen den Service benutzen.

Fazit

Ein VPN-Service hilft Nutzern dabei, anonym im Internet zu surfen und sensible Daten verschlüsselt zu übertragen, egal, ob bei E-Mails, Chats oder im Online-Banking. Zudem können auch Websites besucht werden, die aufgrund von länderspezifischen Bestimmungen für deutsche Nutzer normalerweise unzugänglich sind. Mithilfe einer anonymen ID ist es außerdem möglich, auf Websites zu surfen, ohne dass dabei Cookies platziert werden.

Aufgrund der Vielzahl an VPN-Anbietern ist ein ausführlicher Vergleich sehr wichtig, um das optimale Angebot, das auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist, zu finden. Wer sich für einen bestimmten Anbieter entscheidet, sollte darauf achten, dass dieser mehrere Serverstandorte und IP-Adressen bereitstellt, mindestens drei Protokolle sowie eine hohe Geschwindigkeit bietet. Außerdem sollte die Kapazität so hoch sein, dass die Geschwindigkeit auch bei intensiver Nutzung nicht gedrosselt wird. Darüber hinaus sollte man auch die Möglichkeit haben, mobile Apps einzubinden. Die Kosten sollten eher eine untergeordnete Rolle spielen. Kostenlose Angebote mögen zwar reizvoll sein, allerdings muss man dabei rechnen, dass die eigenen Daten möglicherweise an Dritte verkauft werden.