Aktion Mensch Test & Erfahrungen

Die Lotterie der “Aktion Mensch” trug ehemals die Bezeichnung “Aktion Sorgenkind”. Dieses TV-Glücksspiel erfreute sich bereits damals prominenter Unterstützung. Es wurde durch das ZDF stark beworben. Die ARD-Alternative dazu war die “Fernsehlotterie”.

Dass Lotterien zur besten Sendezeit von Prominenten beworben und empfohlen wurden, war damals eine Neuheit. Doch sie fand immer mehr zahlungswillige Interessenten, denn es war den Fernsehzuschauern nun möglich, mit relativ wenig Geld ein blaues Jahreslos zu erwerben. Damit konnten die Mitspieler nicht nur gewinnen, sondern auch noch Gutes tun.

Dieses soziale Konzept zieht bis heute viele Menschen an. Anzumerken ist aber, dass jede Lotterie auch ein knallhartes Geschäft ist.

Daten & Fakten zur Aktion Mensch

LogoAktion Mensch Logo
UnternehmenAktion Mensch e.V.
AdresseHeinemannstr. 36, 53175 Bonn
Regulierung / LizenzGenehmigt durch das rheinland-pfälzische Ministerium der Finanzen
Telefon0228 – 20 92 200
Telefax0228 – 20 92 333
E-Mailinfo@aktion-mensch.de
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Aktion Mensch: das WIR gewinnt?

Neben dem blauen Jahreslos wurde später auch ein grünes Glückslos und ein rotes 5-Sterne-Los in den Verkauf geschickt. Was daran so interessant schien, war einerseits das Versprechen, mit einer größeren Wahrscheinlichkeit als beim klassischen Lotto zu den Gewinnern zu gehören. Wenn das jedoch nicht der Fall war, sollten aber auf jeden Fall behinderte Menschen die Gewinner dieser Idee sein. Das kam an. Zudem kann man die Lose der “Aktion Mensch” auch verschenken.

Aktion Mensch Lose
Die unterschiedlichen Lose der Aktion Mennsch

Das spätere Motto der “Aktion Mensch” lautete “Das WIR gewinnt”. Es drückte das soziale Konzept der Lotterie wunderbar aus. Die intelligente Kombination von Gewinnspiel und Spende macht bis heute den Reiz des Mitspielens aus. Mit dem Einsatz auch noch Gutes zu tun, erscheint vielen Menschen als sinnvoller, als einen Großteil von Lotterieeinnahmen anderer Glücksspiele an den Staat abzuführen. Eine Lotteriesteuer im Bereich von 16-17 Prozent der Einnahmen wird aber auch bei der “Aktion Mensch” fällig.

Wer noch nie bei dieser Sozial-Lotterie mitgespielt hat, hat vielleicht erst einmal Fragen. Man möchte beispielsweise wissen, wie hoch die Gewinnchancen tatsächlich sind. Man möchte vielleicht mehr über die Behinderten-Projekte erfahren, die mit einem Teil der Einnahmen unterstützt werden. Außerdem ist interessant, ob Vater Staat auch hier die Hand aufhält – und in welchem Umfang. Unsere Erfahrungen und Erkenntnisse mit der “Aktion Mensch” sind in diesem Artikel zusammengefasst.

Wie alles begann: die “Aktion Sorgenkind”

Das Thema Behinderung und das damit verbundene Los der Betroffenen wurde durch den Contergan-Skandal der Sechzigerjahre in das Bewusstsein der Deutschen gerückt. Damals kamen mehr als 10.000 behinderte Kinder zur Welt, weil deren Mütter ein bestimmtes Medikament während der Schwangerschaft eingenommen hatten – und zwar auf ärztliche Verordnung.

Den unübersehbaren und schwerwiegenden Folgen dieses Skandals für die betroffenen Kinder wollten die Initiatoren der “Aktion Sorgenkind” mit einer sozialen Lotterie entgegentreten. Es handelte sich um keine gewöhnliche Lotterie, sondern eine Soziallotterie, die vor allem den Betroffenen zugutekommen sollte. Dass diese Lotterie so großen Anklang bei den Deutschen fand, war bis 1992 auch der ZDF-Show “Der große Preis” mit Wim Thoelke zu verdanken. Die Show erhielt dann einen neuen Moderator und wurd bald sang- und klanglos abgesetzt.

Im Jahre 2000 benannten die Initiatoren die Lotterie dann in “Aktion Mensch” um. Man befand damals, dass Behinderte nicht mehr ausgegrenzt und als anders betrachtet werden sollten, sondern als Menschen wie Du und ich. Sie sollten in der Gesellschaft nicht mehr als Sorgenkinder gelten, sondern auch mit ihren individuellen Begabungen, Träumen und Wünschen wahrgenommen werden. Es ging nun nicht mehr nur um Contergan-Opfer, sondern um jede Form der Behinderung.

Zudem sollte der Fokus der unterstützten Projekte eine breitere Basis erhalten. Mittlerweile beteiligen sich Unternehmensangaben zufolge fast vier Millionen Mitspieler pro Jahr an dieser Soziallotterie. Manche Menschen werden dabei allerdings mehrfach als Mitspieler gezählt, weil sie mehrere Lose gekauft haben.

Die Wahl der Lose und die Fördermöglichkeiten

Drei verschiedene Los-Typen werden bei der Aktion Mensch geboten. Jeder Mitspieler kann sich also aussuchen, wie viel Geld er investieren möchte. Man kann einen Teil der 12-stelligen Glückszahl auf dem gewünschten Los in einem Online-Generator nach Zufallsprinzip verändern. Man kann aber auch die gewünschten sechs Endzahlen selbst wählen.

Aktion Mensch Losnummer wählen

Außerdem kann jeder ein Los mit bereits eingefügter Losnummer an allen Stellen erwerben, wo diese ausliegen. Zum Teil finden sich Lose der “Aktion Mensch” auch als Beilage in Magazinen oder Tageszeitungen.

Durch die Möglichkeit, alle hier vorgestellten “Aktion Mensch”-Lose zu personalisieren und mit eigenen Motiven zu versehen, ergibt sich die attraktive Möglichkeit, die Lose zu einem schönen Geschenk zu machen.

Wer sich nicht an einer Lotterie beteiligen möchte, aber dennoch die “Aktion Mensch” unterstützen will, kann auch einfach ohne einen Loskauf eine Spende abgeben. Diese Spende kommt zu 100% sozialen Projekten zugute.

1. Das blaue Jahreslos

Mit 18 oder 36 Euro Einsatz – je nach gewünschter Gewinnhöhe – ist jeder Mitspieler mit einem Jahreslos bei der monatlichen Ziehung dabei. Das Jahreslos ist die günstigste Möglichkeit, Gutes zu tun. Jeder kann damit zwölf Mal zum Gewinner zu werden. Je nach Los-Preis stehen wahlweise Höchstgewinne von 500.000 Euro oder maximal 2 Millionen Euro als Hauptgewinn zur Verfügung.

Gewinne bis 2.000 Euro werden dabei sofort aufs Konto überwiesen – und zwar steuerfrei. Bei größeren Gewinnen wird der Gewinner benachrichtigt. Er kann dann entscheiden, wie das Geld zu ihm kommt: als Scheck oder als Überweisung auf das Girokonto.

2. Das grüne Glückslos

Beim grünen Glückslos hat der Mitspieler diverse Auswahlmöglichkeiten bezüglich des Einsatzes. Er ändert damit auch die daraus resultierenden Gewinnchancen. Mitspieler können aus drei Sparten je Los wählen, ob sie einen Sofortgewinn, einen Kombigewinn oder einen Dauergewinn haben möchten.

Außerdem kann jeder Mitspieler zwischen einer lebenslang ausgezahlten Sofortrente oder einem festgelegten Gewinn-Betrag wählen. Auch die Kombination aus einer Einmal-Zahlung und lebenslanger Rente ist wählbar. Viermal je Monat werden für dieses Los die Gewinnzahlen ausgelost.

Je höher der Einsatz aus einer oder mehreren gewählten Optionen auf dem Glückslos ist, desto mehr Gewinnchancen eröffnen sich. Wer alle drei Optionen ankreuzt, kann bei jeder der Optionen eine wöchentliche Ziehung mitspielen.

Durch ein zusätzlich ankreuzbares Zusatzspiel kann in einer Sonderverlosung eine weitere Einmalzahlung von 12.500 Euro gewonnen werden. Notwendig sind dafür drei richtige Endziffern. Der Mitspieler, der bei allen drei Optionen die jeweils höchste Gewinnchance wählt, zahlt aber auch den höchsten Kaufbetrag, der bei diesem Los anfallen kann.

Das folgende Video veranschaulicht die Gewinnmöglichkeiten mit dem grünen Glückslos.

3. Das rote 5-Sterne-Los

Auch mit dem roten 5-Sterne-Los der “Aktion Mensch” bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, seine Gewinnchancen zu verbessern. Der Kauf eines Basis-Loses erfordert eine Investition von 12 Euro monatlich. Es bietet eine Gewinnchance von einer Million Euro.

Mit 10 Euro zusätzlicher Investition kann der “Super-Gewinn” von zwei Millionen abgesahnt werden. Möglich ist aber auch die Wahl eines Traumhauses mitsamt dazu passendem Grundstück. Zur Wahl steht außerdem das Gewinnen eines hohen Haushaltsgeldes, das 20 Jahre lang aus bezahlt wird.

Die 5 Sterne-Lose nehmen als einzige an sämtlichen Ziehungen eines Monat teil. Die letzte Ziehung eines Monats berechtigt auch die Jahreslose, die grünen Dauerlose, die Xtra-Superlose und die 5-Sterne-Lose zur Teilnahme.

Die Ermittlung der Gewinnsummen

Wie immer bei einer Lotterie, werden auch bei der “Aktion Mensch” alle Wochen- und Monatsziehungen unter notarieller Aufsicht vorgenommen. Welche Gewinnsumme jemand einstreichen kann, ergibt sich aus der Gewinnstufe und der Art des gekauften Loses.

Den Supergewinn von 2 Millionen Euro kann nur jemand einstreichen, der die richtigen Zahlen und das richtige Los gekauft hat. Teilnahmeberechtigt sind hier nämlich nur die 5-Sterne-Lose und die X-tra Superlose. Um die zwei Millionen Gewinnsumme ausbezahlt zu bekommen, müssen die letzten sieben Stellen der Gewinnzahl mit der ausgelosten Zahlenfolge übereinstimmen.

Ein Traumhaus mit Grundstück kann nur jemand gewinnen, der ebenfalls ein 5-Sterne-Los oder ein X-tra Super Los gekauft hat und diesen Gewinnwunsch angekreuzt hat. Je Ziehung werden fünf Gewinnzahlen ermittelt. Diese müssen mit den Ziffern auf dem erworbenen los übereinstimmen.

Ansonsten belaufen sich die Gewinne bei Übereinstimmung von

  • sechs übereinstimmenden Endziffern auf 50.000 Euro
  • fünf korrekten Endziffern auf 5.000 Euro
  • vier richtigen Endziffern auf 500 Euro
  • und zwei richtigen Endziffern auf 7,50 Euro.

Bei sieben richtigen Endziffern hängt es von der Gewinnstufe ab, ob ein Traumhaus mit Grundstück im Wert von 500.000,00 Euro (Gewinnstufe 1) oder eine Traum-Villa mit Grundstück im Wert von 1.000.000,00 Euro (Gewinnstufe 2) gewonnen wird. Um das Traumhaus zu gewinnen, müssen alle Endziffern der Losnummer mit der 7-stelligen Gewinnzahl übereinstimmen.

Die Ziehung für das monatliche Haushaltsgeld erfolgt wöchentlich. Teilnahmeberechtigt sind aber nur die 5-Sterne-Lose sowie die Xtra-Superlose der 3. und 4. Gewinnstufe. Das ausbezahlte Haushaltsgeld beträgt in Gewinnstufe 1 für 20 Jahre 3.000 Euro monatlich. Alternativ kann aber auch eine Summe von 500.000 Euro als Einmalzahlung gewählt werden. In der Gewinnstufe 2 beträgt das monatliche Haushaltsgeld für die Dauer von 20 Jahren 6.000 Euro. Alternativ kann eine Einmalzahlung von einer Million Euro ausgewählt werden. Dies ist besonders für ältere Lotterieteilnehmer eine gute Wahl.

Zur Teilnahme an der wöchentlichen Rentenziehung sind nur die 5-Sterne-Lose und die Xtra-Superlose mit der passenden Gewinn-Kategorie berechtigt. Gezogen werden zwei Gewinnzahlen mit sieben Stellen. Bei Übereinstimmung mit den Losnummern gewinnen die Mitspieler in Gewinnstufe 1 eine lebenslang ausgezahlte Rente von maximal 2.500 Euro monatlich. Alternativ können sie aber auch die einmalige Auszahlung von 500.000 Euro beantragen. In Gewinnstufe 2 beträgt die lebenslang gezahlte Rente bis zu 5.000 Euro im Monat. Alternativ kann eine Einmalzahlung von 1.000.000 Euro gewählt werden.

Die Ziehungen beim Glücks-Los

Das grüne Glücks-Los nimmt an allen wöchentlichen Ziehungen teil, die die Gewinn-Kategorien

  • Sofortgewinn mit einer einmaligen Gewinnauszahlung,
  • Kombigewinn mit einer einmaligen Gewinnauszahlung plus einer 20 Jahre lang erfolgenden monatlichen Auszahlung
  • oder Dauergewinn mit einer 20 Jahre lang erfolgenden monatlichen Gewinnauszahlung

betreffen. Für jede der genannten Gewinnkategorien wird eine 7-stellige Gewinnzahl ermittelt. Bei sieben mit dem gekauften Los übereinstimmenden Endziffern gewinnen die Mitspieler – je nach gewählter Gewinnkategorie – den Hauptgewinn, den sie gewählt haben. Bei weniger richtigen Endziffern erhalten sie den Geldbetrag, der dem gekauften Los und dem dafür eingezahlten Betrag entspricht.

Dieser beträgt bei einem Einsatz von neun Euro

  • bei sieben richtigen Endziffern 750.000 Euro
  • bei sechs richtigen Endziffern 75.000 Euro
  • bei fünf richtigen Endziffern 7.500 Euro
  • bei vier richtigen Endziffern 750 Euro
  • und bei drei richtigen Endziffern 75 Euro

Falls der Einsatz 12 Euro war, sind die möglichen Gewinnsummen wie folgt:

  • bei sieben richtigen Endziffern insgesamt 1.000.000 Euro
  • bei sechs richtigen Endziffern 100.000 Euro
  • bei fünf richtigen Endziffern 10.000 Euro
  • bei vier richtigen Endziffern 1.000 Euro
  • und bei drei richtigen Endziffern 100 Euro.

Bei einem Spieleinsatz von 18 Euro sind die Gewinnklassen

  • für sieben übereinstimmende Endziffern 1.500.000 Euro
  • für sechs übereinstimmende Endziffern 150.000 Euro
  • für fünf übereinstimmende Endziffern 15.000 Euro
  • für vier übereinstimmende Endziffern 1.500 Euro
  • und für drei übereinstimmende Endziffern 150 Euro.

Bei Spieleinsätzen von 24 Euro ergeben sich folgende Gewinnklassen

  • für sieben übereinstimmende Endziffern 2.000.000 Euro
  • für sechs übereinstimmende Endziffern 200.000 Euro
  • für fünf übereinstimmende Endziffern 20.000 Euro
  • für vier übereinstimmende Endziffern 2.000 Euro
  • und für drei übereinstimmende Endziffern 200 Euro.

Die Auszahlung des Hauptgewinns erfolgt jeweils wie gewählt.

Die Gewinne im Zusatzspiel basieren auf einer mit dem Los übereinstimmenden Gewinnzahl mit fünf Stellen. Der Gewinn von 12.500 Euro ist einem Mitspieler sicher, wenn alle fünf Ziffern mit den gezogenen Zahlenfolgen übereinstimmen.

Die Projektförderungen

Die beeindruckende Summe von vier Milliarden Euro konnte bis 2019 an gemeinnützige und wohltätige Organisationen überwiesen werden. Heutzutage gehen die Gelder vornehmlich an Projekte, die den Inklusionsgedanken fördern. Die Teilhabe geistig oder körperlich behinderter Menschen an gesellschaftlichen Errungenschaften steht ganz oben auf der Agenda der “Aktion Mensch”. In diesem Sinne betreibt die Aktion auch Aufklärung – zum Beispiel durch TV-Spots, die geförderte Projekte vorstellen. Der Staat kassierte natürlich auch, und zwar etwa eine Milliarde Euro an Lotteriesteuern.

Die andere – und meist unerwähnt bleibende – Seite dieser Förderungs-Summen sind alle Gelder, die für werbliche und organisatorische Zwecke genutzt werden. Genau gerechnet, kommen nur 35 Prozent aller Einnahmen unmittelbar bei den geförderten Projekten an. Etwa 30 Prozent der Gesamteinnahmen werden als Gewinne an die Teilnehmer ausgeschüttet. Ungefähr 35-40 Prozent der gesamten Einnahmen fallen für Lotteriesteuern, Verwaltungsausgaben wie den Los-Druck oder die Kundenkommunikation, für TV-Werbung und Gagen an die Sympathieträger an, die als Schirmherren und Werbeträger der “Aktion Mensch” agieren.

Immerhin werden diese Ausgaben transparent kommuniziert. So weiß man, dass es ein hohes sechsstelliges Gehalt für den Mann gibt, der momentan das Werbegesicht der “Aktion Mensch” ist. Die meisten Menschen würden eine ehrenamtliche Tätigkeit ohne Honorar jedoch als stimmiger betrachten.

Realität und Traum: die Gewinn-Chancen

Wer sich ein Los der “Aktion Mensch” kauft könnte meinen, damit bessere Gewinnchancen zu haben als beim klassischen Lotto. Dieser Glaube wird durch entsprechende Aussagen auf der Webseite der Anbieter gestützt. Angeblich sollen die Gewinnchancen bei der “Aktion Mensch” bis zu 55-mal höher sein als bei der Lotterie “6aus49”. Tatsächlich sind die Chancen jedoch nicht so hoch, da für solche Aussagen irreführende Zahlen herangezogen werden.

Die Gewinn-Chancen bei einem solchen Glücksspiel werden durch zwei Faktoren bestimmt: zum einen der sogenannten Varianz oder Volatilität, zum anderen der prozentualen Gewinnausschüttung. Im Vergleich mit anderen Glücksspielen fließen beim Roulette etwa 97 Prozent der gesamten Einsätze in Form von Gewinnen zurück. Beim Online-Spielautomaten werden bei Jackpot-Ausschüttungen etwa 95 Prozent der Einzahlungen als Gewinne ausgeschüttet. Beim Lotto 6aus49 wird etwa die Hälfte der Gesamteinnahmen als Gewinn ausgeschüttet.

Bei der “Aktion Mensch” sind es – man höre und staune – nur 30 Prozent. Auf 100 Euro Einnahmen erfolgen also prozentual gesehen nur Gewinnausschüttungen von 30 Euro. Immerhin gehen aber 35 Euro direkt an die geförderten sozialen Projekte. Bei einer niedrigen Varianz oder Volatilität erhalten die Mitspielenden relativ häufig kleinere Gewinne. Bei hoher Volatilität gewinnen die Mitspielenden zwar seltener, aber dafür sind höhere Summen im Spiel.

Die “Aktion Mensch” lockt bewusst mit hohen Gewinnsummen. Beim klassischen Lotto “6aus49” sind diese durch die Jackpotbildung aber höher. Sie fallen durchschnittlich auch häufiger an. Immerhin gibt es bei nicht ausreichend hohen Gewinnausschüttungen regelmäßig Sonderauslosungen.

Wenn die “Aktion Mensch” mit besseren Gewinnchancen wirbt, handelt es sich meist um niedrige Gewinne. Zudem gibt es keine garantierten Gewinne. Auskünfte auf Fragen dazu sind sehr vage oder sie erfolgen erst gar nicht. Möglicherweise ist hier also bewusste Augenwischerei im Spiel, um an mehr willige Teilnehmer und somit an Gelder für soziale Projekte zu kommen. Würde das transparent gehandhabt, wäre es in Ordnung.

Die wichtigsten gezogenen Gewinnzahlen jeder Ziehung werden bei der “Aktion Mensch” sonntags um 19:28 Uhr im ZDF bekanntgegeben. Man kann sie anschließend auch auf der Webseite der “Aktion Mensch” abrufen.

Kritik an der Aktion Mensch Lotterie

Einige kritische Anmerkungen wurden im Verlauf des Artikels bereits gemacht. Gewinnen zu können und gleichzeitig Gutes zu tun – das klingt verführerisch. Trotzdem handelt es sich um ein Glücksspiel mit ungewissen und im Vergleich sogar relativ schlechten Gewinnchancen.

So Manchem ist unverständlich, warum ein prominenter Botschafter unbedingt ein sechsstelliges Gehalt bekommen muss, weil er TV-Werbung für die “Aktion Mensch” macht. Es müsste doch genügen, seine Auslagen zu ersetzen, wenn er soziale Projekte besucht, um diese vorzustellen. Die werblichen Ausgaben der “Aktion Mensch” liegen in zweistelligen Millionenbereich – pro Jahr.

Die “Aktion Mensch” hat, wie alle anderen Glücksspiele, Vor- und Nachteile zu bieten. Deswegen ist sie nicht besser oder schlechter als andere. Nur: Wer mitspielt, sollte wissen, worauf er sich einlässt. Seriös ist es nicht, wenn mit einer niedrigeren Ausschüttungsquote damit geworben wird, bessere Gewinnchancen als Lotto 6aus49 zu bieten.

Außerdem wird so getan, als komme ein sehr viel größerer Anteil der eingezahlten Gelder den unterstützten Behindertenprojekten zugute. Stattdessen wird neben der Lotteriesteuer jedoch viel Geld in Werbung, Gagen und Verwaltungskosten gepumpt.

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