Binäre Optionen Broker im Vergleich

Privatanlegern wurde im Jahr 2008 der Handel mit Binären Optionen zugänglich gemacht. Seither schießen Broker wie Pilze aus dem Boden. Infolge dessen ist es gerade für unerfahrene Trader nicht leicht, einen guten von einem schlechten Broker zu unterscheiden. Außerdem stellt sich immer die Frage, ob der Broker auch seriös ist. Bei der Auswahl des passenden Binären Optionen Brokers ist also auf Vieles zu achten, weshalb wir einen Kriterienkatalog zusammengestellt und mit diesem jeden einzelnen Broker umfangreich getestet haben.

Top Broker für Binäre Optionen

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Allgemeines über den Binären Optionen Handel

Binäre Optionen, die auch als Digitaloptionen bezeichnet werden, können nur zwei „Zustände“ annehmen, was bereits der Begriff „binär“ verrät. Gewinn oder Verlust – etwas dazwischen gibt es bei diesem Handelsinstrument nicht. Und gerade dieses einfache Funktionsprinzip sowie die Überschaubarkeit des Risikos machen den Handel mit Binären Optionen so bliebt.

In der klassischen Version wählen Trader zunächst einen sogenannten Basiswert (Asset) aus. Hierbei handelt es sich um Vermögenswerte aus den folgenden Oberkategorien:

  • Aktien (z. B. Google, Amazon oder Facebook)
  • Währungen (z.B. EUR/USD, GBP/USD oder EUR/GB)
  • Indizes (z. B. DAX, NASDAQ oder FTSE100)
  • Rohstoffe (z. B. Gold, Öl oder Zucker)

Hat der Trader einen Basiswert ausgewählt, so muss er nun die Entscheidung bzw. die Vorhersage treffen, ob der Kurs am Ende der Laufzeit den aktuellen Preis übersteigen oder aber unter diesen Wert fallen wird. Wenn er von einem steigenden Preis ausgeht, bucht er eine Call-Option. Geht er hingegen von einem fallenden Preis aus, wählt er eine Put-Option. Die Laufzeiten werden vom Broker vorgegeben und können vom Trader selbst ausgewählt werden. Denkbar sind Laufzeiten ab 30 Sekunden über mehrere Minuten und Stunden bis hin zu mehreren Tagen, Wochen oder Monaten. Zudem muss der Trader natürlich auch den „Einsatz“ festlegen, wobei der Großteil der Broker einen Mindesteinsatz vorschreibt.

Die erzielbare Rendite gibt der Broker ebenfalls vor und wird beim Buchen der Option angezeigt. Wenn der Trader mit seiner Vorhersage richtig lag, wird diese sofort auf das Handelskonto gebucht. Trat hingegen das prognostizierte Ereignis nicht ein, so ist das eingesetzte Kapital verloren.

Im Vergleich zu anderen Investments bietet der Handel mit Binären Optionen viele Vorteile:

  • leicht verständliches Funktionsprinzip
  • kalkulierbares Risiko (Gewinn/Verlust stehen fest)
  • Verlust geht nicht über das eingesetzte Kapital hinaus
  • individuell festlegbare Laufzeiten
  • geringe Mindesteinsätze
  • hohe Renditen

Kriterienkatalog für den Broker-Vergleich

Beim Testen der Binäre Optionen Broker haben wir das Hauptaugenmerk auf die folgenden Kriterien gelegt:

  • Regulierung/Lizenzierung
  • Handelsplattform
  • Basiswerte und Handelsarten
  • Zusatzfunktionen
  • Mindesteinzahlung, Ein- und Auszahlungen
  • Mindesteinsatz, Rendite und Bonus
  • Kundenservice, Bildungsangebot und Demokonto

Bei der Brokerauswahl müssen zahlreiche Faktoren beachtet werden. Wer alle Broker selbst prüfen möchte, der muss sehr, sehr viel Zeit einplanen. Schneller geht es mit unseren Testberichten. Hier finden Trader garantiert den Broker, der zu ihren Ansprüchen und Bedürfnissen passt.

Regulierung/Lizenzierung

Die wichtigste Frage ist immer, ob ein Broker seriös und vertrauenswürdig ist. Zwar wurden schon viele schwarze Schafe aus der Branche verbannt, dennoch sollte immer ein Blick auf die Regulierung und Lizenzierung eines Brokers geworfen werden. Regulierte und lizenzierte Broker garantieren die Einhaltung der Mindeststandards. Dabei sind für die Regulierung die jeweiligen Länder und ihre Aufsichts- und Regulierungsbehörden zuständig. Hier ist also immer zu prüfen, wo der Broker ansässig ist, und welche Behörde zuständig ist.

Wenn ein Broker seinen Sitz innerhalb der Europäischen Union hat, greifen automatisch unterschiedliche Kapitalmarktrichtlinien. Dabei ist die wichtigste die MiFID (Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente).

Die meisten Broker haben sich auf Zypern niedergelassen. Hier ist die Cyprus Securities and Exchange Commission – kurz CySEC – die zuständige Regulierungsbehörde. Diese kontrolliert regelmäßig die Broker und prüft, ob die Vorschriften und Regularien eingehalten werden. Sollte es zu Auffälligkeiten in der Geschäftstätigkeit des Brokers kommen, so drohen empfindliche Strafen bis hin zum Lizenzentzug. Verfügt also ein Broker über eine CySEC-Lizenz, so weist dies auf seine Seriosität hin.

Im Umkehrschluss kann aber nicht bei unregulierten Brokern automatisch davon ausgegangen werden, dass es sich hier um Betrug oder Abzocke handelt. Es gibt nämlich tatsächlich Broker, die ihren Sitz außerhalb der Europäischen Union haben und trotzdem seriös agieren.

In unseren Testberichten gehen wir sehr genau auf diese Thematik ein. Zudem sortieren wir unseriöse Broker sofort aus und verfassen über diese auch keine Testberichte.

Handelsplattform

Zu den bekanntesten und renommiertesten Softwareentwicklern für Handelsplattformen gehören Tradologic, SpotOption und TechFinancials. Der Großteil der Broker stellt seinen Tradern solch eine Software zur Verfügung, die leicht verständlich und intuitiv bedienbar ist. Zwar unterscheiden sich die Handelsplattformen meist im Design, vom Aufbau her sind sie aber meistens gleich. Lediglich im Umfang der Handelswerkzeuge und der Zusatzfunktionen kann es Unterschiede geben, auf die wir aber sehr genau in unseren Testberichten eingehen.

Einige wenige Broker setzen nicht auf die Standardlösungen und lassen die Handelssoftware im eigenen Hause entwickeln. Neben den klassischen Handelsarten werden hier auch oftmals selbst kreierte Handelsvarianten geboten, worüber wir ebenfalls berichten.

Darüber hinaus werden wir auch aufzeigen, welche mobilen Lösungen die Broker bieten, damit Trader auch unterwegs ungestört und komfortabel dem Handel mit Binären Optionen nachgehen können.

Basiswerte und Handelsarten

Bei jedem Binäre Optionen Broker können Basiswerte aus den Anlageklassen Aktien, Währungen, Indizes und Rohstoffen gehandelt werden. Jedoch bietet nicht jeder Broker die gleiche Anzahl an Basiswerten an. Im Durchschnitt stellen die Broker um die 100 Basiswerte, verteilt auf die zuvor genannten Anlagenklassen, zur Verfügung. Vereinzelt gibt es auch Broker, die über 150 oder sogar 200 Basiswerte liefern. Allerdings spielt die Anzahl der handelbaren Basiswerte bei der Auswahl eines Brokers nur eine untergeordnete Rolle, da die wichtigsten und bekanntesten Basiswerte immer vorhanden sind.

Die Anzahl der Handelsarten ist hingegen ein sehr wichtiges Auswahlkriterium. Grundsätzlich können bei jedem Broker die Call- und Put-Optionen mit unterschiedlichen Laufzeiten gehandelt werden. Zusätzlich können die Broker auch noch die folgenden Handelsvarianten anbieten:

  • Turbo-Optionen (kurzfristige Optionen): Hierbei handelt es sich um Call- und Put-Optionen, die mit extrem kurzen Laufzeiten (z. B. 30 oder 60 Sekunden) gehandelt werden. Zwar versprechen diese hohe Gewinne in kurzer Zeit, sie gelten aber als sehr anspruchsvoll und risikoreich, da der Kursverlauf für einen so kurzen Zeitraum schwer einzuschätzen ist.
  • One-Touch-Optionen: Auch diese Handelsart gehört zu den anspruchsvollen Varianten. Der Broker bestimmt hier einen Zielkurs für einen Basiswert, der oberhalb oder unterhalb des aktuellen Preis liegen kann. Trader müssen dann vorhersagen, ob dieser Zielkurs innerhalb eines bestimmten Zeitraumes berührt („touch“) wird.
  • Range-Optionen (oder Boundary-Optionen): Hier legt der Broker eine Zone (Grenze) fest und Trader müssen entscheiden, ob sich der aktuelle Kurs eines Basiswertes am Ende innerhalb oder außerhalb dieser Zone befinden wird.
  • Pair-Trading: Der Broker gibt hier „Paare“ vor, wie zum Beispiel Microsoft-Aktie vs. Apple-Aktie. Trader müssen sich dann die Frage stellen, welcher Basiswert am Ende der vom Broker vorgegebenen Laufzeit besser dastehen wird.

Des Weiteren gibt es noch Ladder-Optionen, die aber nur von sehr wenigen Brokern angeboten werden, da diese extrem risikoreich und schwer zu handeln sind.

Zusatzunktionen und Risikominimierung

Um das Risiko zu minimieren bzw. den Verlust zu begrenzen, bieten einige Broker eine sogenannte Verlustabsicherung an. Entweder wird Tradern bei verlorenen Optionen ein gewisser Prozentsatz des Einsatzes zurückerstattet (max. 15 Prozent) oder die Verlustabsicherung lässt sich individuell auswählen und kann dann sogar bis zu 50 Prozent oder höher betragen. Es ist allerdings zu beachten, dass die Rendite umso niedriger ausfällt, je höher die Verlustabsicherung ausgewählt wird (z. B. 40 Prozent Verlustabsicherung und 60 Prozent Rendite statt 85 Prozent).

Einige Broker bieten auch verschiedene Zusatzfunktionen an, um das Risiko zu reduzieren oder aber, um Gewinne zu maximieren. Hierzu gehören beispielsweise die Zusatzfunktionen Early Closer, um Optionen frühzeitig zu schließen oder Double Up, um den Einsatz bei positiv verlaufenden Trades zu erhöhen.

Mindesteinzahlung, Mindesteinsatz und Renditen

Die Eröffnung eines Handelskontos und die Kontoführung sind bei Binäre Optionen Broker immer kostenfrei. Dafür schreiben die Broker aber eine Mindesteinzahlung vor, damit mit dem Traden begonnen werden kann. Im Durchschnitt werden hier 100 bis 250 Euro verlangt. Bei einigen wenigen Brokern kann der Mindesteinzahlungsbetrag entweder unter 100 Euro oder über 250 Euro liegen.

Auch die Mindesteinsätze für einen Trade fallen je nach Broker unterschiedlich hoch bzw. niedrig aus. Während bei einem Broker schon mit einem Euro eine Position eröffnet werden kann, verlangt ein anderer Broker mindestens 25 Euro für einen Trade. In der Regel liegt der Mindesteinsatz zwischen 10 und 25 Euro.

Wenn es um die Höhe der Renditen geht, muss dazu gesagt werden, dass diese generell zwischen 65 und 85 Prozent liegen. Viele Broker geben beispielsweise an, dass Renditen bis maximal 85 Prozent erzielt werden können. Tatsächlich können dann aber nur mit wenigen Basiswerten die 85 Prozent auch wirklich erreicht werden. Die von den Brokern angegebene maximale Rendite sagt also nur wenig über die tatsächlichen Renditen aus. Ein Blick auf die Handelsplattform reicht aber aus, um feststellen zu können, wie hoch die Renditen bei einzelnen Basiswerten ausfallen können.

Viele Broker bieten einige Handelsarten, meistens die One-Touch-Optionen, im High-Yield-Modus an. Hier sind dann wesentlich höhere Renditen möglich, die zwischen 100 und 600 Prozent liegen. Erzielbar sind manchmal sogar bis zu 1000 Prozent. Was so verführerisch klinkt, muss aber nüchtern betrachtet werden. Solch hohe Renditen gibt es nicht umsonst. Dafür müssen Trader ein enorm hohes Risiko eingehen, weshalb diese Optionsarten nichts für Anfänger sind.

Kundenservice, Bildungsangebot und Demokonto

Ein freundlicher und kompetenter Kundenservice als auch ein umfangreiches Bildungsangebot sollte jeder gute Broker bieten. Optimal ist es, wenn der Broker telefonisch, per Mail und via Live-Chat erreichbar ist und hier auch deutschsprachige Mitarbeiter zur Verfügung stehen.

Das Bildungsangebot eines Brokers sollte auf unerfahrene, fortgeschrittene und professionelle Trader ausgerichtet sein. Leitfäden, ausführliche FAQs und eBooks, die sich mit dem Binäroptionshandel und allem, was dazu gehört, beschäftigen gehören ins Bildungsangebot. Idealerweise bietet der Broker noch Lernvideos, Webinare, eKurse oder persönliche Coachings an, um seine Trader zu unterstützen.

Zur Unterstützung gehört auch ein Demokonto, das leider nicht von allen Brokern zur Verfügung gestellt wird. Zudem kann bei vielen Brokern erst dann das Demokonto genutzt werden, wenn eine Einzahlung getätigt wurde. Inwieweit ein Broker unter welchen Bedingungen ein Demokonto anbietet, werden wir in unseren Testberichten näher ausführen.

Ein- und Auszahlungen

Jeder Broker bietet seinen Kunden unterschiedliche Zahlungsmethoden an, um Geld auf das Handelskonto einzuzahlen. Ideal ist es, wenn der Broker gleich mehrere Zahlungsvarianten ermöglicht. Neben dem Einzahlen per Kreditkarte, Banküberweisung oder Sofortüberweisung können bei vielen Brokern mittlerweile auch E-Wallet-Lösungen, wie zum Beispiel Skrill oder Neteller genutzt werden. Wir führen in den einzelnen Testberichten aber genau auf, welche Zahlungsarten zur Verfügung stehen. Ebenso geben wir an, ob für Ein- oder Auszahlungen Bearbeitungsgebühren anfallen.

Bonus und Bonusbedingungen

Der Großteil der Broker versucht, neue Kunden mit Einzahlungsboni zu locken. Ähnliches kennt man von Online-Casino-Anbietern. Wer Geld einzahlt, erhält hierauf prozentual einen Bonusbetrag. Das mag zunächst verlockend sein, denn schließlich steht einem dann mehr Geld zum Traden zur Verfügung. Doch Trader müssen sich bewusst sein, dass auch ein Broker nichts zu verschenken hat und deshalb den Bonus an entsprechende Bedingungen knüpft. So muss der Bonusbetrag X-fach umgesetzt werden, bevor über diesen Betrag frei verfügt werden kann.

In der Regel liegt der Multiplikator zwischen 20 und 45. Angenommen, ein Trader erhält einen 100-Prozent-Bonus auf den eingezahlten Betrag von 100 Euro, so stehen ihm insgesamt 200 Euro zum Handeln zur Verfügung. Wenn nun der Broker eine 40-fache Umsetzung verlangt, so müsste der Trader ein Handelsvolumen von 4.000 Euro umsetzen. Was für erfahrene Trader vielleicht problemlos ist, kann für Anfänger hingegen sehr schwer sein. Grundsätzlich sind also immer die Bonusbedingungen zu prüfen, woraufhin dann eine Entscheidung getroffen werden muss, ob es wirklich sinnvoll ist, diesen Bonus anzunehmen.

Weiterführende Informationen